Wegen Hochwasserschaden vorübergehend geschlossen

Am 29. Januar 2021 wurde die Altstadt von Büdingen von einem Jahrhunderthochwasser überflutet. Viele Familien haben ihr Zuhause und Gastwirte ihre Existenz verloren. Zum Teil stand das Wasser bis zu 1,5 Meter hoch. Auch das 50er-Jahre-Museum ist betroffen.

Nachdem das 50er-Jahre-Museum durch die Corona-Pandemie seit März 2020 geschlossen bleiben musste, kommt nun noch ein erheblicher Hochwasserschaden hinzu. Zum Glück ist "nur" der Neubau mit dem kleinen Saal und der Milchbar betroffen. Dort stand das Wasser über 60 cm hoch. Viele Exponate und Einrichtungsteile wurden zerstört. Die Schäden an den Unterbauten der großen Glasvitrinen sind immens. Der Saalboden und der untere Teil der Wände wurde durchnässt. Auch die komplette Stromversorgung im Saal muss instand gesetzt werden.

Die gesamte Ausstellungsfläche wurde ausgeräumt und die Exponate gesichert. Viele durchnässte Cocktailstühle, Nierentische und Stehlampen wurde zum trocknen in einen externen Raum transportiert. Die Stuhlpolster aus Rosshaar müssen schnellstens getrocknet werden, ebenso die Tische, deren Kantenverleimung sich durch die Nässe löst. Die Tischplatten sind aus Spanplatten gefertigt, die ebenso schnell getrocknet werden müssen, damit sie sich nicht krümmen. Wir wissen noch nicht welch davon unwiederbringlich zerstört sind.
Viele Exponate, die in den Vitrinen unter Wasser standen, wie z.B. Tonbandgeräte, Tefifon, Grammofon, Fotoapparate, etc. sind geborgen und werden nach und nach vom Schlamm befreit und gereinigt. Wir hoffen, dass die meisten Stücke zu retten sind.

Mittlerweile (Stand 21. März 2021) sind der Zeitungskiosk, der Friseurladen, die Milchbar, die Bühne und andere Einbauten abgebaut und zur Restaurierung abtransportiert. Dies werden später wieder eingebaut. Die Bühne ist leider total zerstört. Es muss eine neue gebaut werden. Der Saal wurde vollständig ausgeräumt. Zur Zeit sind umfangreiche Baumaßnahmen im Gange. Der Fußboden wird gerade bis auf die Rohbau-Betonplatte herausgerissen und alle Wände im unteren Bereich neu erstellt. Danach muss der Saal im Rohbauzustand noch einige Zeit trocknen. Nach dieser Trocknungszeit erfolgt der Neuaufbau. Erst danach kann der Museumsverein beginnen, die Einbauten wieder zu errichten und die Exponate einzuräumen. Es wartet noch eine Menge Arbeit auf uns.

Alle diese Arbeiten benötigen viel Zeit. Bis zur Wiederherstellung wird dieser Museumsbereich geschlossen sein. Zum Glück ist der "alte" Hauptteil des Museums gerade noch so vom Hochwasser verschont geblieben. Da haben nur wenige Zentimeter gefehlt. Einzigartige Exponate, wie z.B. das Jugendzimmer von Conny Froboess, der Kaufmannsladen, die 50er-Jahre-Küche, Möbel, Kleidung oder die Original-Partitur vom Hazy Osterwald´s Kriminaltango wären unwiederbringlich verloren gegangen. So sind Herr Arbeiter und die Vereinsmitglieder sehr froh, das diese erhalten blieben.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Helfern und Helferinnen, die während des Hochwassers und auch danach den Menschen in der Büdinger Altstadt mit großem Einsatz zur Seite standen. Vielen Dank auch an die Stadt Büdingen, die uns hilft, den zerstörten Museumstrakt wieder instand setzen zu können.

Das Telefon im Museum ist nicht ständig besetzt. Die E-Mails werden täglich bearbeitet.

Das Museum wird nach Aufhebung der Corona-Schutzmaßnahmen im Hauptbereich wieder öffnen. Wir informieren Sie dazu rechtzeitig. Der Saal mit Milchbar muss vermutlich länger geschlossen bleiben. Sie erhalten hier zeitnah neue Informationen, sobald das Museum wieder geöffnet wird.

Wenn Sie einen Betrag zum Wiederaufbau des zerstörten Museumstrakts spenden möchten, so können Sie Ihre Spende überweisen auf das Konto der VR-Bank Main-Kinzig-Büdingen, IBAN: DE 43 5066 1639 0008 0439 90


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